für Kinder
Allgemeines
In der TAO - Schule für moderne Kampfkunst & Selbstverteidigung werden Kinder ab dem Alter von ca. 5 Jahren unterrichtet.
Im Training und Unterricht für Kinder wird besonders auf eine kindgerechte, spielerische Vermittlung des modern Jiu – Jitsu und auf das verantwortungsvolle Umgehen mit den erlernten Techniken wert gelegt.
Wichtig ist uns, dass jedes Kind nach seinen eigenen Leistungsöglichkeiten trainieren und sich entwickeln kann. Dabei steht nicht die Konkurrenz und der Wettkampf mit den anderen im Vordergrund, sondern die eigene Leistungsmöglichkeit und Entwicklung.
Ferner geht es in den Einführungskursen für Kinder um folgende Inhalte:
- Kennenlernen des modern Jiu Jitsu
- Erlernen von effektiven Basistechniken im modern Jiu Jitsu
- Körperbewusstsein entwickeln
- Stärkung des Selbstwertgefühls und Stärkung des Selbstbewusstsein
- Sich in möglichen Gefahrensituationen verteidigen und richtig verhalten lernen
- Verbesserung der motorischen Fähigkeiten (Ausführungen siehe unten: Psychomotorik)
- Verbesserung der Bewegungsabläufe (Ausführung zu Bewegungsauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen siehe unten: Bewegungsauffälligkeiten)
- Soziales Verhalten in der Gruppe
- Verbesserung des Körpergefühls
- Steigerung der körperlichen Fitness
- Stabilisierung und Förderung der Persönlichkeit
- Umgang mit Stresssituationen
- Einübung und Erlernen von Selbstbeherrschung
Es ist uns ein besonderes Anliegen, den Kindern ein Angebot der sinnvollen und stärkenden Freizeitgestaltung zu machen. Das noch den positiven Nebeneffekt hat und dazu führt, dass das Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl gestärkt und die Firness, Psychomotorik und das eigene Körperempfinden verbessert wird.
4 Thesen zur Psychomotorik von Dr. Michael Wendler
1. Bildung:
Bewegung ist der Baustein für Wissen und Können. In der Psychomotorik schaffen wir Lernsituationen, die für Kinder die Voraussetzung für das Erlernen der Kulturtechniken sind.
2. Gewalt:
Die Bereitschaft, mit Gewaltanwendung die eigenen Bedürfnisse durchzusetzen, nimmt in unserer Gesellschaft scheinbar immer mehr zu. Mit intensiven Körpererfahrungen legen wir Fundamente für alternative Verhaltensformen in Form eines respektvollen Umgangs miteinander, indem Kinder ihre eigenen Empfindungen und die Bedürfnisse von anderen wahrnehmen und ausdrücken lernen.
3. Prävention:
Über gezielte Bewegungsangebote lernen Kinder ihr individuelles und gesellschaftliches Leben positiv zu gestalten und aktiv und selbstverantwortlich für die eigene Entwicklung einzutreten. Damit trägt Psychomotorik erheblich zur Herstellung gesundheitsfördernder Bedingungen bei.
4. Gesundheit:
Verzögerter Spracherwerb, Verhaltensauffälligkeiten und Konzentrationsstörrungen sind häufig festgestellte Befindlichkeits- und Gesundheitsstörungen. Psychomotorische Entwicklungsförderung schaut nicht nur nach den Symptomen, sondern versucht eine umfassende diagnostische Erfassung der Stärken und Schwächen als Grundlage der Förderung zu schaffen. Bewegen, Wahrnehmen und Erleben sind hierbei die grundlegenden Elemente. Spaß an einem lebenslangen Sporttreiben ist daher ein vorrangiges wesentliches Ziel der Psychomotorik.
Quelle: Dr. Michael Wendler
Anfänger
Das Hauptgewicht in den Kursen für Anfänger liegt auf dem Erlernen von einfachen – effektiven und leicht erlernbaren Selbstverteidigungstechniken. Jedoch geht das pädagogische Rahmenkonzept weit über das reine Erlernen von Selbstverteidigungstechniken hinaus. Körperbewusstsein, Koordination, Disziplin und soziales Verhalten in der Gruppe werden möglichst spielerisch erlernt und eingeübt. Der Aspekt der Selbstbehauptung und Gewaltprävention hat einen grossen Anteil im Unterricht. Die Körpersprache, der Einsatz der Stimme und die Schulung in Gefahrensituationen sind u.a. Themen die mit den Kindern besprochen, praktisch erfahren und trainiert werden. Das Ziel und Anliegen ist Kinder stark und selbstbewusst zu machen, so dass sie nicht in die typische Opferrolle hinein passen.
Langzeittraining
All die Dinge, die oben aufgeführt sind für die "Anfänger", gilt auch für die Kinder - Jugendliche im Langzeittraining.
DAzu wird im Langzeittraining auch Wert darauf gelegt, dass die Kinder systematisch das technische Grundprogramm im modern Jiu - Jitsu erlernen. Das Grundprogramm ist bis zur Stufe, dem Grad des Grüngurtes so angelegt, dass die Grundprinzipien im modern Jiu - Jitsu erlernt und umgesetzt werden. Dabei wird darauf geschaut, dass die Vielfalt der Techniken erlernt werden. Die Techniken werden so wohl stehend, im Kampf, in und aus der Bodenlage eingeübt. Zu den Techniken wird auch immer die Fallschule mit eingeübt und trainiert.
Modern Jiu - Jitsu ist ein System von Griffen, Hebeltechniken, Schlägen und Würfen mit folgenden Grundsätzen:
- Siegen durch Nachgeben.
- Wirkungsmaximierung bei Minimierung der aufgewendeten Kraft.
- Einsatz der Hebelwirkung. Rücklenkung der Wucht eines Angriffs gegen den Angreifer selbst.
- Einleitende Gleichgewichtsbrechung durch Zug, Druck, Atemi (Schlagtechnik) und / oder Kiai (Kampfschrei) um die Widerstandsfähigkeit des Gegners zu reduzieren und die eigene optimierung der Kraft.
- Ablenkung, Täuschung und Überraschung.
- Ausnützung der Schmerzempfindlichkeit des Gegners.
Graduierung - Prüfung für Kinder
Für Kinder führt, die TAO - Schule für moderne Kampfkunst & Selbstverteidigung Graduierungsprüfungen durch, die von den Schülerinnen und Schülern freiwillig abgelegt werden können, wenn sie die vorgegebenen Prüfungsrichtlinien für die jeweilge erlernte Disziplin erfüllen.
Die Kindergraduierungen in modern Jiu - Jitsu erfolgen in Halbschritten. 1. Weiss - Gelb / 2. Gelb / 3. Gelb - Orange / 4. Orange / 5. Orange - Grün / 6. Grün / 7. Grün - Blau / 8. Blau / 9. Blau - Braun / 10. Braun .
An Kinder werden keine Meistergraduierungen vergeben. Da die Meistergraduierung nicht nur eine technische Graduierung ausdrückt, sondern auch die geistige Reife dokumentiert, widerspricht es m.E. Kindern eine Meistergraduierung zu verleihen.





