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praktische Tips für die Selbstverteidigung

Opfer und Täterverhalten  Der Täter sucht sich in der Regel seine Opfer aus. Nur selten trifft ein Täter per Zufall auf sein Opfer. Der Täter „riecht“ förmlich sein Opfer. Der Täter sucht sich in der Regel Opfer aus die ihm schwach erscheinen. Das Signal der Opfer ist entscheidend. Das Signal kann sich aus mehreren Dingen zusammensetzen. Ängstlich schauen, unsicher rumschauen, unsicheres Auftreten, die Personen nicht anschauen, gekrümmte Körperhaltung, .........usw. 
Körperhaltung, Auftreten, Ausstrahlung  Achte auf deine Körperhaltung, deine Hände, deine Beine - wie du stehst. Achte auf deine Bewegungen. Beachte deine Gesten und deine Mimik. Setze die Gestik und Mimik bewusst ein. Schau nicht verlegen weg, aber provoziere auch niemanden durch zu langes hinstarren.  
Setze deine Stimme ein  Achte auf deine Stimme und wähle deine Worte gut aus. Der Inhalt wird zwar kaum wahrgenommen, aber deine Stimme ist entscheidend. Je nach Situation: Klare Ansage, klare verständliche – Sprache, laut und deutlich, resolut, freundlich....usw. 
Haltung der Hände  Wenn du in Situationen bist, die eventuell gefährlich werden könnten, dann halte die Hände (oben) vor dem Bauch, zeige deine Innenhandflächen und mache eventuell beruhigende – beschwichtigende Handbewegungen. Das hat den Vorteil, dass du die Hände schnell zum Blocken, Abwehren oder gegebenenfalls auch Schlagen einsetzen kannst, du hast dadurch einen Vorteil, weil du überraschend und schnell handeln kannst. Zu dem wähnt sich der Täter, wenn du ihm die Hände zeigst und nicht die Fäuste geballt entgegenstreckst, in Sicherheit. 
Halte Abstand und stelle dich nie Frontal zum Täter  Vermeide ganz nahe Situationen z.B. auf 5 cm. Gesicht an Gesicht und in Frontalstellung zum Angreifer. Die Gefahr eines Kniestosses in den Unterleib oder einer Kopfnuss ist gross. Versuche dich immer seitlich zum Angreifer zu stellen und eine Position einzunehmen, dass der Angreifer nicht so leicht dich durch Treten oder Schlagen treffen kann. 
Alltagsgegenstände sind wie Waffen  In Gefahrensituationen können Alltagsgegenstände auch als Waffen eingesetzt werden. Schlüssel, Kugelschreiber, Regenschirm, Halstuch, Zeitung, …….usw., alles kann als Waffe eingesetzt werden. 
Handle schnell in Gefahrensituationen  In jeder Stresssituation läuft ein chemischer Prozess in unserem Körper ab. Wenn wir schnell handeln, dann können wir die Kräfte die in unserem Körper freigesetzt werden zur Selbstverteidigung nutzen. Wenn wir jedoch zu lange warten (nach 15 Sekunden) erstarren wir in der Angst und können kaum mehr handeln. (Angststarre). Es kann dann sein, dass wir uns nur noch wie in Zeitlupe bewegen können. Für die, die es ganz genau wissen wollen: Sekundenschnelle Reaktion bei Angst durch Nervenbotenstoffe. Adrenalin und Noradrenalin gehören zu den Katecholaminen und sind Nervenbotenstoffe (Neurotransmitter), die auf den Sympathikus (Teil des vegetativen Nervensystems) erregend wirken. Sie beschleunigen kurzfristig die Energiebereitstellung. Das zeigt sich in einer beschleunigten Herztätigkeit, Erhöhung des Blutdrucks, Freisetzung von Glukose und verstärkten Durchblutung der Muskulatur. Normalerweise werden Adrenalin und Noradrenalin fortlaufend in kleinen Mengen in das Blut abgegeben. In Stress- und Angstsituationen allerdings kommt es zu einer hochdosierten Ausschüttung. Die wichtigste Aufgabe der in einer Alarmsituation freigesetzten Hormone Adrenalin und Noradrenalin besteht darin, gespeicherte chemische Energie wie Fett oder Glykogen zu mobilisieren und die Glukoseaufnahme in die Körperzellen zu unterstützen, um der vermehrten Muskeltätigkeit ausreichend Energie zur Verfügung zu stellen. Denkvorgänge werden unterdrückt bzw. blockiert. Das ist der Grund, warum es in Prüfungssituationen bei einigen Menschen zu einem Wissensloch kommen kann, bei dem auch sicheres Wissen plötzlich wie weggeblasen ist. (Quell :www.medizinfo.de)